In Photoshop ist das Werkzeug „Gradationskurven“ wahrscheinlich das mächtigste Instrument für die Tonwertkorrektur. In seiner Funktionalität und seinem Wirkungsprinzip ist es bedeutend flexibler als die „Tonwertkorrektur“ (Levels), denn es erlaubt das Bearbeiten jedes beliebigen Tonintervalls sowie mehrerer Tonintervalle gleichzeitig.
Beachten Sie jedoch, dass in PSE dieses Werkzeug zwei wichtige Einschränkungen hat. Es wirkt nur auf die augenblicklich aktive Ebene und nur auf den aktuell ausgewählten Kanal. Betrachten wir, wie man die Gradationskurven für die Einstellung der Bildtonalität verwenden kann:
- Wenn das Dokument mehrere Ebenen hat, wählen Sie im Ebenen-Bedienfeld die benötigte (Raster!)-Ebene aus.
- Öffnen Sie den Dialog „Farb- und Tonwerte“ und klicken Sie zweimal auf den Befehl
„Kurven“ (Curves).
Tipp. Wenn Sie die Tastaturkürzel Tastenkürzel+ geladen haben, können Sie den Dialog „Gradationskurven“ mit der Tastenkombination [Ctrl+M] aufrufen.
Es öffnet sich ein Dialogfeld mit einer Grafik. Durch Änderung dieser Grafik können Sie die Helligkeit des Bildes nach folgendem Grundprinzip einstellen: je steiler die Kurve in der Grafik ist, desto kontrastreicher wird das Bild.
- Greifen Sie die Kurve ungefähr in der Mitte und ziehen Sie sie vorsichtig entweder nach links oder nach oben, um den Bereich der Mitteltöne ihres Bildes aufzuhellen. Ziehen Sie die Kurve nach rechts unten, um die Mitteltöne abzudunkeln.
- Jetzt ziehen Sie den unteren Abschnitt der Kurve nach rechts, um die Helligkeit der dunkleren Bereiche zu verringern. (Man nennt diese Bereiche auch „Halbtiefen“.)
- Erhöhen sie den oberen Abschnitt der Kurve, um die Helligkeit der „Halblichter“ zu erhöhen (Screenshot).
- Für die genauere Auswahl des zu bearbeitenden Intervalls klicken Sie auf den entsprechen Bereich des Bildes und halten Sie dabei die Taste [Ctrl] gedrückt. Dann ziehen Sie die Kurve für den hinzugefügten Punkt.
Anmerkung: Wie Sie mit „Gradationskurven“ Farbkorrekturen vornehmen, wird hier erklärt.
